Die EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG : Allgemeine Ziele

Die Europäische Union hat verschiedene Förderprogamme eingesetzt, um zur Schaffung eines ausgeglichenen europäischen Raumes beizutragen und strukturelle Ungleichgewichte zu vermeiden, sowie die Zusammenarbeit innerhalb der EU zu unterstützen.

Zu den Interventionsmöglichkeiten der Europäischen Union im Rahmen der Strukturpolitik gehört auch die Gemeinschaftsinitiative INTERREG, die speziell für die europäischen Binnen- und Aussengrenzen geschaffen worden ist.

Der allgemeine Grundsatz der Initiative besteht zunächst darin, dass die nationalen Grenzen kein Hindernis mehr für eine ausgeglichene und harmonische Entwicklung darstellen. Des Weiteren sollen Grundlagen zur Integration des europäischen Raumes, sowie für eine integrierte und diversifizierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit, gelegt werden.


Die Gemeinschaftsinitiative INTERREG am Oberrhein

Das deutsch-französisch-schweizerische Oberrheingebiet nimmt seit Ende der 80er Jahre eine Pilotfunktion bei der Umsetzung der Gemeinschaftsinitiative INTERREG wahr. Am Oberrhein bestehen zwei eigenständige Programmgebiete, in denen die lokalen Entscheidungsträger, zusammen mit der EU, grenzüberschreitende Projekte konzipieren, die den Gegebenheiten in den beiden Gebieten Rechnung tragen. Es handelt sich dabei um die Programmgebiete PAMINA (1989) und Oberrhein Mitte-Süd (1990).

Jedes dieser Programmgebiete verfügt über eine ständige Geschäftsstelle, die wesentliche Aufgaben bei der Information über das Programm und die Unterstützung der Projektträger bei der Beantragung von Fördermitteln für grenzüberschreitende Projekte durch INTERREG sicherstellt. Die Sekretariate sind wie folgt zu erreichen:


INTERREG – Programm PAMINA

PAMINA – Büro
Altes Zollhaus
F-67630 Lauterbourg

Tél: 07277 / 97 20 0
Fax: 07277 / 97 20 55
e-mail : info@pamina.org


INTERREG – Programm Oberrhein Mitte-Süd

Programmsekretariat
Région Alsace - DCRI
35 avenue de la Paix
F-67000 Strasbourg

Tél: 03 88 15 69 20
Fax: 03 88 15 68 49
e-mail : international@cr-alsace.fr
Internet : www.interreg-dfch.org


Umsetzung des INTERREG – Programms

Im Rahmen der Programme INTERREG I ( 1990-1993) und INTERREG II (1994-1999) konnten mehr als 150 grenzüberschreitende Projekte am Oberrhein realisiert werden. Dabei wurden über 50 Millionen EURO für die beiden Programmgebiete am Oberrhein bewilligt. Zu diesen Projekten gehört auch die Schaffung der Informations- und Beratungsstellen für grenzüberschreitende Fragen (INFOBESTen).

Unter den gleichen Rahmenbedingungen wie zuvor wird INTERREG auch für die neue Programmlaufzeit 2000 - 2006 fortgeführt. Der Oberrhein hat dabei zwei Mittelbewilligungen der Europäischen Kommission für die Programme PAMINA und Oberrhein Mitte-Süd erhalten. Die Leitlinie für die Gemeinschaftsinitiative INTERREG III lautet : Weitere Strukturen für die Zusammenarbeit innerhalb der europäischen Union sowie mit benachbarten Ländern zu entwickeln.


Die Funktion der INFOBESTen

Für die Information und Beratung der Projektinteressenten und Antragsteller stehen – neben den INTERREG-Sekretariaten – als Anlaufstellen vor Ort auch die gemeinsamen Informations- und Beratungsstellen des INFOBEST-Netzwerks zur Verfügung. Diese gewähren :

- Allgemeine Information zu INTERREG
- Hilfe bei der Antragstellung
- Verbindung zu Arbeitsgruppe und Begleitendem Ausschuss